Ich habe´s geschafft!

01.09.2015  |  Artikel Druckversion

 von Claudia Minner

Wer sich selbstständig macht, braucht gerade am Anfang nicht nur gute Nerven. Drei Frauen über ihre ersten Jahre.

„Wachsen kann ich nur, wenn ich Aufgaben abgebe“

Ihre selbst gekochten Marmeladen und Chutneys sollen irgendwann bundesweit verkauft werden, wünscht sich Marina Caktas (47) aus Offenbach. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sie sich gut vernetzt.

Eigentlich war Marina bestens vorbereitet auf die Selbstständigkeit. Die gelernte Hotelfachfrau hatte alles genau geplant, als sie 2011 ihre Festanstellung als Projektmanagerin bei einem Finanzdienstleister kündigte, um sich mit selbst gekochten Gelees, Marmeladen und Chutneys auf eigene Beine zu stellen. „Aber ich hätte nie gedacht, dass wirklich sooo viel auf einen zukommt. Kochen, Lieferanten suchen, Kunden akquirieren, den Vertrieb organisieren, eine Webseite aufbauen, die Marke bewerben und die Abrechnung machen – manchmal habe ich mich gefühlt, als würde ich täglich Marathon laufen. „ Damit der Arbeitsanfall sie nicht erdrückt, hat Marina rechtzeitig gegengesteuert. Hat sich um Fördergelder bemüht und Mitarbeiter eingestellt. Hat Arbeit abgegeben und sich regelmäßig professionell beraten lassen. „Nur so konnte mein Geschäft stetig in den vier Jahren wachsen.“

        Inzwischen gibt es ihre Genusswolke-Produkte in über 30 Läden zu kaufen, bald will sie auch den will sie auch den Online-Vertrieb (www.genusswolke.de) ausbauen. Ihr wichtiges Erfolgsrezept dabei: reden „ Man muss sich mit anderen Menschen austauschen, im direkten Gespräch ebenso wie online. So macht man die Marke bekannt und baut sich ein hilfreiches Netzwerk auf.“ Wenn Marina mal nicht weiterweiß zieht sie ihren „Telefonjoker“. „Dann rufe ich jemanden aus meinem Netzwerk an. Das Kann ein anderer Existenzgründer sein. oder ein alter Business-Hase. Oder meine Mama, die einen ganz anderen Blickwinkel hat. Eine zweite Meinung ist immer besser, als allein zu grübeln.“

        Der Austausch hat auch noch einen anderen Effekt -  er motivier. „ Zu hören, wie begeistert die Leute von meinen Produkten sind, beflügelt mich total und gibt mir immer wieder neue Kraft. Ich habe viele Jahre lang davon geträumt, eine Firma zu gründen, zu der man morgens gern hingeht. Die Genusswolke ist auf einem guten Weg, und ich bringe sie jeden Tag ein Stückchen weiter.“

 Meine Tipps:

-Viel kommunizieren, damit die eigene Marke bekannt wird. Also Netzwerken beitreten, Xing, Facebook, Twitter nutzen

-Experten fragen. Für Fachthemen wie Vertrieb, Buchhaltung und Marketing sollte man sich schulen lassen. Oder die Arbeit an Profis abgegeben.

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